Zauberpilze sind Pilze, die die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin bilden. Bekannt sind über hundert solcher Arten, in Mitteleuropa wächst vor allem der Spitzkegelige Kahlkopf. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Pilze verboten, und eine Dosis lässt sich nie genau bestimmen, weil der Wirkstoffgehalt von Pilz zu Pilz stark schwankt.
Dieses Handbuch ordnet, was darüber gesichert ist. Jede Zahl hat eine Quelle, die als Fußnote unter dem Kapitel steht. Wo es keine guten Daten gibt, sagen wir das. Die Seite richtet sich an Erwachsene, die sich informieren wollen, und an alle, die wissen möchten, was bei Freunden oder Angehörigen gerade passiert.
Das Wichtigste in Zahlen
| Thema | Stand der Kenntnis |
|---|---|
| Arten | über 100 Pilzarten mit Psilocybin, die meisten aus der Gattung Psilocybe |
| Wirkstoff | Psilocybin, das der Körper in Psilocin umwandelt |
| Gehalt | grob 0,5 bis 1 % der Trockenmasse, mit starken Schwankungen |
| Wirkungseintritt | nach 20 bis 60 Minuten |
| Dauer | etwa 4 bis 6 Stunden |
| Häufigstes Problem | Angst und Panik während der Wirkung, kaum körperliche Vergiftung |
| Rechtslage DE | Pilze und ihre Teile stehen in Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes |
Die Werte im Einzelnen und ihre Herkunft findest du in den Kapiteln Psilocybin, Wirkung und Rechtslage.
Wie du dieses Handbuch liest
Die Kapitel bauen aufeinander auf, lassen sich aber einzeln lesen. Wer zuerst wissen will, womit man es zu tun hat, beginnt bei den Arten. Wer eine konkrete Frage zu Menge, Mischkonsum oder einer schwierigen Situation hat, springt direkt zu Dosis und Risiken. Das Kapitel über Trüffel erklärt, warum in den Niederlanden etwas legal verkauft wird, das in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.
Was diese Seite nicht ist
Sie ist keine Anleitung zum Sammeln oder Züchten. Beides ist in Deutschland strafbar, und das Bestimmen wilder Pilze ist auch für Erfahrene fehleranfällig. Sie gibt keine gesundheitlichen Versprechen, denn die gibt es hier nicht zu machen. Und sie ersetzt keine Beratung: Drogenberatungsstellen in allen drei Ländern beantworten Fragen vertraulich und auf Wunsch anonym.
Wer die Seite herausgibt und warum, steht im Anhang.